Das verdient eine Förderung: Solarenergie in Österreich.

Solarwärme für Private und Betriebe wird als Klimaschutzmaßnahme großzügig gefördert. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alle Förderungen für Private und Betriebe von Bund und den einzelnen Ländern. Im Schnitt liegt der Fördersatz bei 20 % der Investition. Innovative Anlagen erhalten bis zu 45 % Förderung für Solarenergie in Österreich.

Stand: März 2022

Förderübersicht betrieblich

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Bundesförderungen

Mehrere Bundesförderungen für Solarwärme können von Betrieben in ganz Österreich beantragt werden:

Großanlagenprogramm des Klima- und Energiefonds 2021

  • Förderung für Solare Großanlagen ab 100 m² Kollektorfläche (in Themenfeld 5 schon ab 50 m²), erstmals keine Begrenzung nach oben
  • Ausschreibung läuft bis zum 24.02.2023, mit zwei jährlichen Einreichterminen:
    • 22.04.2022, 12 Uhr
    • 30.09.2022, 12 Uhr
    • 24.02.2023, 12 Uhr
  • Gesamtbudget beträgt 45 Millionen Euro
  • Sechs Themenfelder, um integrative Energiesysteme, neue Technologien und besonders große Anlagen (> 5.000 m²) zu forcieren
  • Bei der Projektauswahl werden Projekte mit EU-Kofinanzierung erstgereiht
  • Besonders innovative Projekte sowie Projekte über 5.000 m² Bruttokollektorfläche werden in das Begleitforschungsprogramm aufgenommen
  • Machbarkeitsstudien für Großprojekte mit mehr als 5.000 m² werden bis zu 100 % gefördert – zur Vorbereitung von Investitionen in Großanlagen

Förderprogramm Solare Großanlagen auf Website des Klima- und Energiefonds

Leitfaden zum Förderprogramm Solare Großanlagen

Website Förderprogramm Solare Großanlagen

 

    Umweltförderung im Inland (UFI)

    • Thermische Solaranlagen bis 100 m² Kollektorfläche werden bei Standardkollektoren mit 150 EUR pro m² und bei Vakuumkollektoren mit 195 EUR pro m² Kollektorfläche gefördert. Die Förderung beträgt max. 30 % der förderfähigen Kosten.
    • Thermische Solaranlagen über 100 m² Kollektorfläche werden entsprechend der CO2-Einsparung der Anlage gefördert, hier geht’s zur Förderberechnung. Die Förderung beträgt max. 25 % der förderfähigen Kosten, die Mindestinvestition für förderfähige Anlagen liegt bei 10.000 EUR.
    • In beiden Fällen werden Anlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung und Prozesswärme gefördert.

    Weitere Infos zu den Förderungen und Einreichunterlagen: für Thermische Solaranlagen bis 100 m² und Thermische Solaranlagen über 100 m².

    Energiezentralen zur innerbetrieblichen Wärme- und Kältebereitstellung

    Das neue Förderprogramm zu Energiezentralen ist eine Zusammenführung verschiedender Förderungen unter dem Systemgedanken der Energiewende.

    • Gefördert werden Energiezentralen, die eine Kombination von besonders innovativen und energieeffizienten Maßnahmen enthalten
    • Die Förderung beträgt bis zu 45 % der förderungsfähigen Investitionsmehrkosten
    • Es müssen mindestens drei der folgenden fünf Maßnahmen gesetzt werden:
      • Errichtung einer erneuerbaren Wärme- oder Kälteanlage (z.B. Solarthermie)
      • Errichtung oder Erweiterung von innerbetrieblichen primären Verteilnetzen (z.B. Mikronetz am Firmengelände)
      • Optimierung der Energiebereitstellung/-verteilung (z.B. intelligente Regelungen, optimierte Solarspeicher inkl. Speicher- und Lastmanagement)
      • Errichtung einer Wärmerückgewinnung oder eines Free-Cooling-Systems
      • Maßnahmen zur Sektorkopplung (z.B. Einbindung von eigenen Photovoltaikanlagen

    Details und Förderleitfaden finden Sie auf der Infoseite der KPC.

     

    Förderübersicht privat

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    Burgenland

    • Im Burgenland werden thermische Solaranlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 30 % der Investitionskosten gefördert, max. 1.100 Euro für Warmwasser und max. 1.800 Euro für Heizungsunterstützung.
    • Die Mindest-Kollektorfläche beträgt 4 m², die Mindestgröße für den Speicher 200 Liter. Anlagen zur Heizungsunterstützung müssen mind. 15 % des Wärmebedarfes für Raumheizung decken. Der rechnerische Nachweis über den Deckungsgrad ist von einem befugten Unternehmen auszustellen.
    • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

    Weitere Infos zur Förderung und möglichen Bonuszahlungen zwischen 100 und 300 Euro bei speziellen technischen Voraussetzungen der Anlage (z.B. für Anlagen mit einem besonders hohen solaren Deckungsgrad) finden Sie in der auf der Website des Landes Burgenland und in der Richtlinie 2022.

    Solarpotentialkataster Burgenland

    Kärnten

    Im Rahmen der Kärntner Wohnbauförderung wird die Errichtung von thermischen Solaranlagen in Kärnten gefördert, sowohl bei Neubau als auch Sanierung.

    Neubau:

    • In Kärnten wird bei der Installation thermischer Solaranlagen in Eigenheimen der zuvor anerkannte Beitrag für die Wohnbauförderung um 400 Euro pro m² Aperturfläche erhöht. Der Betrag kann auf maximal 6.000 Euro steigen.
    • Die Kollektorfläche muss mindestens 4 m² betragen. Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 70 Liter Speicherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit einem Wärmemengenzähler auszustatten.
    • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

    Sanierung:

    • Gefördert werden neu errichtete Solaranlagen bzw. Erweiterungen von bestehenden Anlagen zur Warmwasserbereitung in Gebäuden und/oder zur Beheizung von Gebäuden mit max. 35 % der förderbaren Sanierungskosten.
    • Mindestaperturfläche: 4 m²
    • Die Förderung beträgt bei Eigenheimen und sonstigen Gebäuden bis zu zwei Wohnungen höchstens € 250 pro m² Kollektor-Aperturfläche und je 70 Liter Speicherinhalt, insgesamt höchstens 3.750 Euro (15 m²) je Gebäude.
    • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

    Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in den aktuellen Richtlinien des Landes Kärnten für Neubau und Sanierung.

    Alternativenergieförderung Kärnten:

    Für Solaranlagen, die nicht in die Kärntner Wohnbauförderung fallen, können auch Privatpersonen die Alternativenergieförderung Kärnten in Anspruch nehmen. Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Baukostenzuschusses in Höhe von 50 % der anerkennbaren Investitionskosten unter Einbeziehung möglicher Landes, Bundes oderEUFörderungen, gewährt. Die maximale Höhe des Baukostenzuschusses beträgt € 150/m² Bruttokollektorfläche. Mehr Informationen finden Sie im Infoblatt. Die Alternativenergieförderung Kärnten läuft aktuell bis zum 31.12.2022.

    Solarpotentialkataster Kärnten

     

    Niederösterreich

    • In Niederösterreich werden thermische Solaranlagen im Rahmen des Darlehensrahmens in der Wohnbauförderung gefördert. Für die Höhe des Darlehensrahmen werden Punkte vergeben, für 1 Punkt jeweils 300 Euro Darlehensrahmen. Das Förderungsdarlehen hat einen Tilgungszeitraum von 27,5 Jahren und ist mit 1 % jährlich im Nachhinein verzinst.
    • Solaranlagen zwischen 4 und 10 m² erhalten 10 Punkte, Solaranlagen über 10 m² 15 Punkte. Eine Solaranlage erhöht den Darlehensrahmen also um bis zu 4.500 Euro.
    • Bei thermischen Solaranlagen empfiehlt das Land Niederöstereich auf das Austria Solar Gütesiegel zu achten.

    Weitere Infos finden Sie in der Broschüre „Wohnbauförderung Eigenheim“ (Seiten 12-13) bzw. in der Broschüre “Wohnbauförderung Eigenheimsanierung (Seite 17).

    Für das gesamte Land Niederösterreich gibt es leider keinen Solarpotentialkataster. St. Pölten und Baden haben jeweils einen für ihre Gemeinde.

    Oberösterreich

    In Oberösterreich werden Solarwärmeanlagen gestaffelt gefördert, die Förderung erfolgt nach Bruttokollektorfläche ohne Unterscheidung nach Flach-/Vakuumkollektoren. Gefördert wird der nachträgliche Einbau einer Solaranlage und auch der Kollektortausch bei alten bestehenden Solaranlagen.

    Die Förderhöhe beträgt:

    • 4  bis 10 m² Kollektorfläche: Pauschal 1.750 Euro
    • 11 bis 19 m² Kollektorfläche: 175 Euro pro m²
    • ab 20 m² Kollektorfläche: Pauschal 3.500 Euro
    • Kollektortausch: Pauschal 700 Euro
    • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.
    • Laufzeit: bis 31.07.2022

    Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

    Solarpotentialkataster Oberösterreich

    Solarpotentialkataster Linz

    Solarpotentialkataster KEM Mondseeland

    Salzburg

    • Thermische Solaranlagen werden mit max. 35 % der Investitionskosten gefördert, die Staffelung der Förderhöhe erfolgt nach der Kollektorfläche:
    • Förderung für den 1. – 7. m² Kollektor je 250 Euro pro m² Kollektorfläche
    • Förderung für den 8. – 21. m² Kollektor je 100 Euro pro m² Kollektorfläche
    • Achtung: detaillierte technische Fördervoraussetzungen in Salzburg beachten (siehe Richtlinie)!
    • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

    Weitere Infos finden Sie in der auf der Website des Landes Salzburg und in der Förderichtlinie.

    Solarpotentialkataster Land Salzburg

    Steiermark

    In der Steiermark werden thermische Solaranlagen in unterschiedlichen Bereichen gefördert:

    Neubau Eigenheim:

    Das Land Steiermark vergibt für die Neuerrichtung eines Eigenheims Landesdarlehen mit einer Laufzeit von 20,5 Jahren. Die jährliche Verzinsung beträgt 1% dekursiv. Bei Errichtung einer thermischen Solaranlage in Kombination mit einer Biomasse- bzw. einer Wärmepumpenheizung erhöht sich der Förderungszuschlag um 3.500 Euro. Mehr Informationen finden Sie im Informationsblatt Eigenheimförderung.

    Sanierung:

    Hier unterscheidet das Land Steiermark zwischen der “Kleinen Sanierung” und der “Umfassenden energetischen Sanierung”. Für Sanierungsmaßnahmen erhält man “Ökopunkte”, nach denen sich die maximale Höhe der Förderung richtet. Wie hoch die maximale Förderung ausfällt, hängt vom zu sanierenden Gebäudetyp ab. Maximal sind vier Ökopunkte zu erreichen, die Errichtung einer Solaranlage bringt einen Ökopunkt. Eine genaue Aufstellung der Berechnung finden Sie in den Erläuterungen zur “Kleinen Sanierung und zur “Umfassenden energetischen Sanierung”.

    Heizungstausch:

    Um fossile Heizungen (Öl, Gas etc.) durch klimafreundliche, erneuerbare Heizsysteme zu erstezen, gewährt das Land Steiermark einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse. Die Förderung beträgt maximal 30 % der förderbaren Investitionskosten und die Kollektorfläche muss jedenfalls mind. 4 m² betragen. Dabei gelten folgende Kriterien:

    • Bis 10 m² Bruttofläche beträgt die Förderung 150 Euro pro m² Kollektorfläche, für jeden weiteren m² 100 Euro.
    • Im Ein- und Zweifamilienhaus beträgt die maximale Förderhöhe 2.000 Euro bzw. 3.000 Euro mit Heizungseinbindung, ab drei Wohneinheiten beträgt die Förderung maximal 1.800 Euro plus 300 Euro pro Wohneinheit bzw. 2.700 Euro plus 500 Euro pro Wohneinheit mit Heizungseinbindung.
    • Für Hybridkollektoren gibt es einen Zuschlag von 50 Euro pro m² Kollektorfläche.
    • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen. Ein Wärmemengenzähler muss außerdem installiert sein.

    Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in der Richtlinie und im Infoblatt Solarthermie.

     

    Förderungen auf der Website des Landes Steiermark

    Solarpotentialkataster Steiermark

    Solarpotentialkataster Graz

    Tirol

    • In Tirol werden thermische Solaranlagen werden mit max. 210 Euro pro m² Aperturfläche gefördert, insgesamt sind höchstens 4.200 Euro Förderung möglich.
    • Die Speicherkapazität muss mindestens 50 Liter pro m² Kollektorfläche betragen und eine Wärmemengenzähler ist erforderlich.
    • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen und in der GET-Datenbank gelistet sein.

    Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier. Die Stadt Innsbruck gewährt außerdem unter Umständen einen Ökobonus beim Einbau einer Solaranlage!

    Solarpotentialkataster Land Tirol

    Vorarlberg

    Neubau:

    In Vorarlberg werden thermische Solaranlagen im Neubau mit max. 30 % der förderfähigen Kosten gefördert. Der maximale absolute Betrag liegt bei 3.500 Euro (Eigenheim) bzw. 1.750 Euro. Der maximale Förderbetrag hängt weiters vom erreichten solaren Deckungsgrad ab. Zu beachten ist auch, dass im Neubau thermische Solaranlagen mit einem solaren Deckungsgrad Warmwasser von 60 % in Kombination mit Gas-Zentralheizungen nicht förderbar sind.

    Bestand:

    Im Bestand fördert das Land Vorarlberg thermische Solaranlagen ebenso mit max. 30 % der förderfähigen Kosten. Hier erhöht sich jedoch der maximale absolute Betrag auf 4.000 € (Eigenheim) bzw. 2.000 Euro (Mehrwohnungshäuser ab 3 Wohneinheiten). Auch hier hängt der maximale Förderbetrag zusätzlich vom erreichten solaren Dekcungsgrad ab.

     

    Allgemein gilt, dass für thermische Solaranlagen bis 25 m² Kollektorfläche ein Servicescheck in Höhe von 300 Euro zur Wartung der Anlage ausgestellt wird. Zudem müssen die Kollektoren mind. “Solar Keymark”-zertifiziert sein und ein Wärmemengenzähler vorhanden sein.

    Weitere Infos zur Förderung und der genauen Förderhöhe je nach solarem Deckungsgrad und Heizwärmebedarf finden Sie in der Energieförderungsrichtlinie 2021-2022. Eine kompakte Übersicht finden Sie außerdem im Energiefolder 2021-2022 auf Seite 3.

    Solarpotentialkataster Vorarlberg

    Solarpotentialkataster Feldkirch

    Wien

    Derzeit gibt es leider keine Förderung für die private Errichtung von Solarthermie-Anlagen in Wien. Möglich ist aber eine Förderung über das Förderprogramm Solaranlagen des Klima- und Energiefonds.